
Nach der „Ruhepause“ im hohen Norden ging es der russischen Grenze
entlang wieder südwärts.
Wir konnten es natürlich nicht lassen, einen neugierigen Blick nach
Russland zu werfen. In der Mitte des Flusses Narfa ist die Grenze.
Vasknarfa ist ein kleines Dörfchen ganz im Osten von Estland. Ein paar Häuser,
kein Einkaufsladen, keine Schule, nichts. Nur eine Busverbindung gibt es in die
nächste Stadt. Die Strasse endet als Sackgasse am Fluss. Am andern Ufer ist
Russland.
Was sie aber haben, ist eine wunderschöne grosse Kirche. Mit viel Liebe wurde
sie von den Dorfbewohneern renoviert. Ein wirklich schöner Anblick.
Ein weiteres Highlight war der Campingplatz im Nationalpark Gaujas in der
Nähe von Riga. An einem kleinen See gelegen hat jeder Stellplatz eine eigene
Terrasse mit Tisch und Grill.
Diese zwei kuriosen Gesellen trafen wir auf diesem Campingplatz. Woher sie
kamen und wohin sie gingen, haben wir nicht erfahren. Trotz dem vielen
Gepäck, das sie dabei hatten, schliefen sie an diesem Abend in einem der
kleinen Campingstugor. Es war ihnen wohl zu kalt zum zelten.
Eine Wanderung rund um den See liessen wir uns nicht entgehen.
In der Nähe der Stadt Cesis gibt es eine Quelle, mit sehr gutem Wasser mit hohem
Minealiengehalt. Die Leute kommen von weit her und füllen ihr Kanister mit
diesem gesunden Wasser. Auch wir füllten unsere leeren Kannen. Jetzt leben
wir noch gesünder………
Kilometerweit fährt man hier im Norden durch solch schöne Alleen. Ein Problem
gibt es für die Strassenplaner immer dann, wenn die Strassen verbreitert werden
sollten.
Zum Giessen dieser Blumen wird der Kessel an einer Kette in den Bach getaucht.
Was uns erstaunt ha. Weit und breit ist kein Haus zu sehen. Die kleine Brücke
führt weit vom Dorf entfernt über einen kleinen Bach. Dass kein Unfug mit
dem Kessel getrieben wird, dass er noch so schön da steht und nicht im Bach
liegt. Das kann ich mir in der Schweiz nicht so recht vorstellen.
Die einzige handbetriebene Fähre im Baltikum. Für eine Person muss man 1 Euro,
für ein Auto 3 Euro und für einen Transporter 5 Euro bezahlen.
Der Berg der Kreuze ist einer der wichtigsten nationalen Heiligtümer Litauens.
Ca 15 000 Kreuze stehen hier auf diesem Hügel und es werden immer mehr.
Jeden Tag bringen die Menschen neue.
1961 walzten die Russen die Kreuze mit Bulldoggern nieder, wegen „religiösem
Fanatismus“. Die Leute liessen sich aber nicht beirren, stellten die Kreuze
wieder auf und brachten neue.
Ein letztes Mal genossen wir auf einem schönen Campingplatz die Schönheit
Littauens. Wir waren wieder mal die einzigen Camper und konnten
uns so richtig wohlsein lassen.
Mit vielen schönen Erinnerungen verlassen wir nun die Baltischen Staaten Richtung
Polen.
Einen Monat sind wir in diesen wunderschönen Ländern umhergereist. Es hat uns
sehr gefallen, wir waren sicher nicht das letzte Mal da. Das Baltikum ist eine weitere
Reise wert.